Lustspielhaus
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Gerd Dudenhöffer

Null und Richtig

Gerd Dudenhöffer setzt die Tradition seiner Soloprogramme fort

Gerd Dudenhöffer spielt Heinz Becker und entlarvt gerade in der Unverbindlichkeit seines Plaudertons direkt die Häme von Vorurteilen und die Bösartigkeit der einfachen Weltbilder, die sich als gesundes Volksempfinden ausgeben. Genau so ist er, der Becker Heinz, begnadeter Heimwerker, Parade-Dummschwätzer mit blauem Arbeitsanzug, die Batschkapp auf’m Kopp und schaurige Schuhe an den Füßen, der sich die Welt zwecks besserer Übersicht auf Westentaschenformat zurechtgestutzt hat, eine Welt zwischen Kleintierzüchterverein, Schrebergarten, Eggstibbche und Wohnzimmer, - mit Hilde, Stefan und den Kumpels Schindler Gregor, Maier Kurt, Scherer Kurti, Spoon Herrmann oder Erich, der nicht ahnt, dass man beim Babybel-Käse das Gelbe innen und nicht das Rote außen ißt. Geh fort! Nach seinem Kino-Debüt „Tach Herr Dokter“ und dem sensationellen Erfolg seines ersten Theaterstücks „Zwei nach Hawaii“, über 160.000 Zuschauer verfolgten die Becker’schen Familienturbulenzen erstmals live im Theater und nicht nur am Bildschirm, nun also im neuen Programm wieder solo. Bühnenbildfrei. Einzige Reliquien – äh Requisiten: ein Tisch, für das obligatorische Auftippen und Bohren mit dem Mittelfinger, ein Stuhl, „Flaschebier“. Dann legt er los un balawert iwwer Begrüßungsfloskeln, Kunschtfehla unn – wie saad ma do – anneres Zeich ... Verstehsche?