Lustspielhaus
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Ursus und Nadeschkin

Hailights

Deutscher Kleinkunstpreis 2002 - Salzburger Stier 2001

Ob mit Bewegungs- und Sprachakrobatik, satirischer Parodie oder artistischen Spielereien – immer spielen Ursus & Nadeschkin mit den Erwartungen des Publikums, um diese dann zu übertreffen. Das tun sie auf hinreißende, faszinierende und ein bisschen heimtückische Art. Ständig auf der Suche nach neuen Wegen improvisieren sie wild drauf los und bescheren sich selbst und dem Publikum einen herrlichen Theaterabend. Hailights vereint ihre Lieblingsnummern aus zehn Jahren Bühnenschaffen.

«Die beiden ziehen alle Register der Unterhaltungskunst. Ein Glücksfall für einen gelösten Abend, in dem zwei Stunden lang alles andere vergessen wird.» (Basler Zeitung)

AZ 02.02.2004
Klebt ein Hai am Baum, war’s Uhu
Ursus & Nadeschkin zeigen ihre „Hailights“ im Lustspielhaus
Sie haben das Zeug zu Publikumslieblingen – und Lustspielhaus-Chef Till Hofmann plant auch schon, das Schweizer Komödianten-Duo Ursus & Nadeschkin demnächst für länger nach München zu holen. Im Lustspielhaus stellen sie an zwei Abenden ihre „Hailights“ vor, ihre Lieblingsnummern aus zehn Jahren Zusammenarbeit. Einziger Wermutstropfen: Die Akrobatik kam dabei kurz Dafür setzen die beiden ganz oben auf den spröden Schweizer Charme, die Liebe zu absurden Witzen über Haie und Uhus – und auf die Kunst der aggressiven Unterbrechung. Das ist vor allem die Spezialität von Nedeschkin: eine freche struwwelhaarige Göre im gelben Overall, die ihrem Partner Ursus gern und oft das Wort aus dem Mund nimmt. Auf dieser Verhinderungs- und Störtaktik bauen alle Nummern auf – wie sie nicht gespielt werden, darin liegt der Witz. Und sie haben ihr Publikum voll im Griff: Erst wenn sich ein Zuschauer erbarmt, die Überbrückungskassette im Ghettoblaster zu wechseln, geht’s in die Pause. Danach mäandern sich Ursus & Nadeschkin mit grotesken Fantasien, Wortspielen und Running Gags von einer Trockenvariante des Synchronschwimmens und der Suche nach einer Brille bis hin zur Tragödie: Eine Landpomeranze kommt zum Vorstellungsgespräch beim Bürochef. Nach dem dritten Anlauf tauscht Nadeschkin resolut die Rollen: Jetzt kann Ursus probieren, wie man eine Schwangerschaft im zweiten Monat spielt. Nadeschkins Liebeslied in schwer zu beleuchtender Mitternachtsstimmung ist der krönende Abschluss. Heftiger Applaus für die beiden lohnt sich auch fürs Publikum: Als letzt Zugabe zeige sie ebenso intelligent wie witzig mit Gemälden in zwei Versionen, wie sie in der Kunst aufräumen.
Gabriella Lorenz