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Global Kryner

coverstories

‚Es ist schon erstaunlich, wie die Global Kryner eine Art „Polka Oper“ aus meinem kleinen Lied gemacht haben‘, sprach Tobias Künzel als die letzten Akkorde seines Hits ‚Alles nur geklaut‘ ausklangen und der Frontmann der Prinzen um Freigabe gebeten wurde. Künzel gab grünes Licht für diese Coverversion der so völlig anderen Art. Künzel gefiel was er hörte und nicht anders lief es bei den anderen Urhebern der Originale. So auch Rammstein, deren ‚Engel‘ bei den Globals nun ja auch nicht gerade klingt wie 1 zu 1 gecovert. Herbert Grönemeyer hatte seine ‚Flugzeuge im Bauch‘ bisher noch nie freigegeben und nun schickte er seinen Segen. ‚Wir haben überhaupt viele positive Rückmeldungen von den Kollegen bekommen‘, freut sich Christof Spörk, die singende Klarinette der Global Kryner und was sich da am jüngsten Album ‚Coverstories‘ zu hören findet, ist in der Tat ein bunter Mix der die hohe Schule der kreativen Songbearbeitung darstellt.
Deutsche Popsongs von ‚Alles nur geklaut‘ bis zu ‚Über sieben Brücken musst du gehen‘. Dazwischen treibt sich der ‚Kommissar‘ herum oder Klaus Lages ‚1000 und 1 Nacht‘ erlebt die 1000 und 2. Nacht im grob gezimmerten Bauernbett. Hits aus den vergangenen 30 Jahren zu denen sich auch da und dort die verspielten Mash-Ups gesellen, welche die Golbal Kryner-CDs zum Ratespiel machen. Das kenn ich doch, was da durchschimmert? Klar: ‚River Kwai Marsch‘ – aber anders als von Mitch Miller gewohnt oder ‚Bridge Over Troubled Water‘. Zwei kleine Brücken in den sieben von Karat und so blitzt auch Michael Jackson’s ‚Thriller‘ aus ‚Pflaster‘ und verschwindet wieder im Unterholz des Songs. Ausnahmen bestätigen die Regel und wenn ‚Die süßesten Früchte nicht unbedingt zu den Pop-Hits gezählt werden können, so hat der Text ein in der heutigen Zeit aktuelles Grundthema‘, erklärt Spörk und im Nachsatz: ‚Es erinnert auch an einen der ganz Großen, der ja dieses Jahr verstorben ist‘. Peter Alexander hätte mit Sicherheit seine Freude gehabt. Leila Negra, der Original-Duettpartnerin von Peter dem Großen, hat’s gefallen, so wie sich das Lied jetzt verkleidet hat: ‚Sehr schön – hört sich gut an‘. Na bitte. Aber wie ist das jetzt mit ‚Taubenvergiften‘, Herr Spörk?: ‚Georg Kreisler, was für eine Frage ist denn das… das musste einfach sein. Dieser hintergründige, schwarze Humor. Ich hielt es für meine Pflicht dieses Lied auf die CD zu nehmen‘. ‚