Lustspielhaus
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Axel Hacke

Der weiße Neger Wumbaba

Jeder kennt das. Auch wenn man längst weiß, dass zum Beispiel die Zeile eines Seemannsliedes eigentlich “Stürmisch die Nacht und die See geht hoch³ heißt, summt man doch noch immer “Stürmisch die Nacht und die Säge tobt³. Einfach, weil sich das irgendwann einmal so eingefräßt hat. Für den Münchner Autor und Kolumnisten Axel Hacke sind diese Verhörer von teils schrecklicher Schönheit die eigentliche Quelle unerschöpflicher Poesie: “Der Verhörende schafft sich gewissermaßen aus der Unverständlichkeit der Welt heraus einen eigenen Kosmos, ein Beweis für die kindlich-dichterische Kraft, die vielen von uns innewohnt, ohne dass wir eigentlich etwas von ihr ahnen³, heißt es in seinem Buch Der weiße Neger Wumbaba. Und so erzählt Hacke an diesem Abend Geschichten aus eben diesem Handbuch des Verhörens, u.a. über den Erdbeerschorsch und über Holger, der Knabe mit dem lockigem Haar, aber auch über Gott, der Herr, der sieben Zähne hat und über den Tannenbaum, an dem die Blätter grinsen.