Lustspielhaus
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Jochen Malmsheimer

Ich bin kein Tag für eine Nacht

Jochen Malmsheimer wurde unter diesem Namen an nur einem Tag im Juli 1961 und in Essen geboren, als erstes in einer lockeren Folge ähnlicher Kinder. Die Mutter war Lehrerin, der Vater zweiunddreißig. Nach bereits sechs Jahren folgt der erste Schulbesuch, der sich kontinuierlich, aber gegen Ende mit Verwerfungen, bis zum zwanzigsten Lebensjahr hinzieht mit Erfolgen, die nur mit ausgeklügelten Messverfahren nachweisbar sind. Das anschließende Hochschulstudium der Germanistik und Geschichte wird im 8ten Semester erfolgreich abgebrochen und durch eine Buchhändlerlehre ersetzt. Bereits während der Lehrzeit stellen sich durch Lesungen fremder, aber trotzdem komischer Texte in irisch geprägter Gastronomieumgebung erste Erfahrungen im unterhaltenden Gewerbe ein. 1992 entsteht die Idee zu „Tresenlesen“, welches dann in der Folge etwa 800 kurzweilige Auftritte absolviert und mit dem Prix Pantheon 1997 sowie dem Salzburger Stier 1998 ausgezeichnet wird. Nach der Trennung von seinem langjährigen Bühnenpartner Frank Goosen im Jahr 2000 entstehen mit „Wenn Worte reden könnten“ (2000), „Halt mal, Schatz“ (2002) und „Ich bin kein Tag für eine Nacht“ und „Sack! Eine Revue“ (beide 2003) vier wunderbare Soloprogramme, die von Berlin bis Zürich in ausgedehnten Tourneen von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen wurden. „Literarische Comedy von blitzender Intelligenz und umwerfender Direktheit“, urteilt der renommierte Theaterkritiker Stefan Keim, und die F.A.Z. hält in ihrer Lobeshymne fest: „So blitzgescheit und sprachgenial, so wenig anbiedernd, so souverän und leidenschaftlich wie Malmsheimer das macht, ist es im Kabarett, das zunehmend auf ein Mittelmaß nivelliert wird, selten zu sehen.“ Daneben entstehen in Zusammenarbeit mit etlichen Kolleginnen und Kollegen zahlreiche Bühnen-Specials (u.a. „Nachtflug“ mit Gerburg Jahnke). Jochen Malmsheimer ist mit „Schlag auf Schlag“ und dem „WDR-Kabarettfest“ Dauergast in der „Unterhaltung am Wochenende“ (WDR 5). Und er ist ein viel gefragter Sprecher: Zu seinen schönsten Produktionen zählen sicherlich die mit Bela B. (Die Ärzte) eingelesene „Brautprinzessin“ von William Goldman sowie der „König auf Camelot“ von T.H. White.