Lustspielhaus
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Christian Moser † & Severin Groebner

Monster des Alltags

Sie kennen das: Beziehungsprobleme, Ärger im Job, nervige Nachbarn und dann noch der öffentliche Nahverkehr. Doch wissen Sie auch, was wirklich dahinter steckt? Das Böse droht nämlich nicht nur von außen. Die schlimmsten Widersacher verbergen sich vielmehr in uns selbst: DIE MONSTER DES ALLTAGS
Christian Moser, Entdecker und Erforscher der Monster, und Severin J. Groebner, professioneller Kabarettist und leidenschaftlicher Misanthrop, erläutern die Wirkungsweise dieser moralischen Plagegeister am Beispiel eines ganz normalen Neurotikers wie Du und ich. Vom Leichtsinn getrieben, von Gier und Ehrgeiz verführt, vom Zweifel geplagt und der Panik gebeutelt taumelt dieser von einer Katastrophe in die Nächste. Verzweifelt um ein besseres Leben kämpfend. Wird es ihm gelingen?
Ein komisch-wissenschaftlicher Abend mit multimedialer Technik, Slapstick, bösen Geschichten und jeder Menge Musik. Kommen Sie! Staunen Sie! Lachen Sie! Und werden Sie nebenbei ein besserer Mensch. Vielleicht.

Die Monster in uns: Christian Moser und Severin Groebner im Lustspielhaus

Egal, was passiert, die Umstände waren es. Und die sind natürlich auch keine menschlichen Fehler. Sie sind Monster der Psyche. Wie die Bequemlichkeit, die Unpünktlichkeit oder die Trödelei. Für den Münchner Illustrator und Comiczeichner Christian Moser existiert kein Karma, kein Ich und Über-Ich - es gibt nur die Monster des Alltags und ihre perfiden Tricks, die an allem schuld sind. Seine neuesten Forschungsergebnisse erläutert der selbsternannte Doktor der Monsterologie im weißen Kittel nun im Lustspielhaus. Ganz selbstverständlich, so als ob gar keine Zweifel an der Existenz dieser geschlechtslosen Quälgeister bestünden, erklärt er ihre Herkunft, ihre Lebensformen und die fatalen Auswirkungen auf den Menschen anhand seiner, leider an eine viel zu kleine Leinwand projizierten Zeichnungen. Man möchte sie nämlich groß sehen, seine wunderbaren und sehr subtilen Geschöpfe, die ganz genauso aussehen müssen, weil sie einem so vertraut erscheinen.

Und während die gerade losgelassenen Ungeheuer in den Köpfen der Besucher schon ihr Unwesen treiben, zeigt Kabarettist Severin Groebner die Auswirkung des Befalls. Als gestresster Herr K. erlebt er das Auf und Nieder der Gefühle, leidet unter Ungeduld, Prüfungsangst und Jähzorn und begegnet einer karrieregeilen "Business-Queen" auf Stöckelschuhen. Groebner spielt sie alle. Psychomonster und verkorkste Charaktere. Und wenn er sich dafür sein Jackett als Rock um die Hüften schlingen muss, weil seine Chefin wieder mal einen neuen Ehrgeizschub bekommt. Wie ein Gummimännchen verbiegt sich der gebürtige Wiener, ist mal die Brunft und mal das schlechte Gewissen, erleidet Schreiattacken und singt traurige Balladen, wenn die innere Leere Besitz von ihm ergreift: Groebner zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Comedy und Kabarett. Besser kann man nicht spielen, besser nicht zeichnen. Die Symbiose von Groebner und Moser, seit Jahren erprobt, funktioniert immer besser.

Schlaue Vorträge über die Stärkung des Ichs, Selbstfindungsseminare - alles Unfug! Ein Abend mit Moser und Groebner - und die Fehlschaltungen im Gehirn sind endlich erklärbar. Dann könnte man mit dem gutem Vorsatz (lateinisch: propositum fragilis) beginnen, alles zu verändern und die Monster endlich zum Teufel jagen. Doch das ist alles nur Schönfärberei. Klappt nicht. Denn der gute Vorsatz hat die Eigenschaft, sich schnell wieder aus dem Staub zu machen. Am besten, man kauft gleich das neue, dritte Monsterlexikon von Moser - das erspart teure Sitzungen beim Therapeuten. - (NICOLE GRANER - Süddeutsche Zeitung)