Lustspielhaus
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HG Butzko

Herrschaftszeiten

HG. Butzko, der freie Radikale, macht seit 1997 satirisches Kabarett, und inzwischen frägt er sich: »Wenn du dich mit den Mächtigen beschäftigen willst, wieso hältst du dich dann mit Politikern auf?« Tatsache ist, wer sozialdemokratische Forderungen durchsetzen will, muss Angela Merkel wählen, nachdem die SPD unter Gerhard Schröder ein Garant für konservative Politik war. Warum also nicht als nächstes eine Koalition von FDP und Linkspartei, unter dem Motto: Wir haben zwar keine Ahnung, was wir zusammen wollen, hauen uns aber erst mal gegenseitig was in die Fress, und pflegen anschließend gemeinsam unsere Wunden! Und wie nennt man so was? Piratenpartei! Na toll. Wenn Sie sich aber mit den Mächtigen beschäftigen wollen, wer kommt Ihnen dann in den Sinn? In der Verfassung heißt es: Alle Gewalt geht vom Volke aus. Doch als unsere Verfassungsväter diesen Satz formulierten, müssen sie in einer eigenartigen Verfassung gewesen sein. Denn wenn die Gewalt vom Volke erst mal ausgegangen ist, stellt sich doch sogleich die Frage: Wohin eigentlich? Und kehrt sie von da auch irgendwann mal wieder zurück? Und wenn das Volk mal ausgeht, womöglich auf die Straße, und dort dann ruft: »Wir sind das Volk! Keine Gewalt!« ist das dann inzwischen vielleicht eine präzise Beschreibung des gesellschaftlichen Zustandes. Und müsste es deswegen also nicht richtiger heißen: »Alle Gewalt geht dem Volke aus?“

HG. Butzko verbindet das Politische und das Private, den Alltag und den Bundestag, die große Welt und den kleinen Geist und hat dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt, den die Presse treffend als »Kumpelkabarett« oder »Thekengespräch mit Publikum« bezeichnete. Mit einer einzigartigen Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang, brutal witzig und bisweilen besinnlich, polemisch, philosophisch, provokant, entdeckt HG. Butzko die Bösartigkeiten aus heiterem Himmel, und das Komische in den Katastrophen des Lebens.