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Bernd Fischerauer

Johannes Silberschneider liest aus dem Roman "Burli" von Bernd Fischerauer

Ein spannender Schelmenroman, der heftig am Mythos der Stunde null kratzt

Der Teenager Adolf Wretschnig lebt im Graz der Nachkriegszeit. Er hat eine kleine Schwester, sein Vater ist Keksvertreter, seine Mutter Hausfrau. Das Leben könnte friedlich verlaufen für den Buben. Wäre da nicht die Sache mit der Vergangenheit seines Vaters, die sich Adolf, von allen Burli genannt, nach und nach bedrohlich erschließt. Da gibt es geheimnisvolle Fremde, die plötzlich an der Tür klingeln, eine verführerische Nachbarin, Erwachsene, die immer ein Geheimnis mehr haben, als Burli durchschaut, aber auch seine erste große Liebe Wiltrud und seinen Onkel Hubert, den Antifaschisten und Kinobetreiber. Am Ende kommt es zu einem großen Showdown – die Geheimnisse der Erwachsenen aber lassen sich weiterhin nur ahnen.

Bernd Fischerauer, Regisseur und Drehbuchautor, legt in seinem Debüt die flotte Verfolgungsjagd eines heftig Pubertierenden nach der Wahrheit hinter der Nachkriegsfassade des entnazifizierten Österreich vor: spannend, amüsant und verblüffend.

Bernd Fischerauer, geboren 1943 in Graz, studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und arbeitete zunächst als Regisseur an Theatern in Graz, Wien und München. Seit den siebziger Jahren ist er vor allem Filmregisseur. Zu seinen bekanntesten Werken zählen »Blut und Ehre – Jugend unter Hitler«, »Der Salzbaron« sowie »Mozart – Ich hätte München Ehre gemacht«. Von 2008 bis 2013 protokollierte er für den Fernsehkanal BR-alpha in der Fernsehspielserie »Vom Reich zur Republik« deutsche Zeitgeschichte. »Burli« ist sein erster Roman.

»Bernd Fischerauer weiß zu bewegen, zu verzaubern, zu erschrecken und zu berühren. Eine ergreifende Geschichte.«
Konstantin Wecker

Presseinformationen: Picus Verlag, www.picus.at
Autorenfoto: © Rita Russek