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Willy Astor

Der Zoo ist kein logischer Garten

Es gibt Alben, die in keinen Charts auftauchen und trotzdem zu Klassikern werden. „Der kindische Ozean“ von Komödiant und Komponist Willy Astor zum Beispiel. Dieses wunderbare Konzeptalbum gehört mittlerweile zum Standardrepertoire in Kinderzimmern, Kindergärten, Grundschulen und ist auch in dem CD-Sortiment von junggebliebenen Erwachsenen nicht selten zu finden.

Fünf Jahre nach der Veröffentlichung des Kindischen Ozeans legt Willy Astor mit „Der Zoo ist kein logischer Garten“ den langerwarteten Nachfolger vor.

Fans und Neuentdecker dürfen sich auf ein weiteres turbulentes Abenteuer mit der Familie Bröselböck freuen. Eigentlich möchten sie nur zwei Dübel für den Kübel, eine Schraube für die Laube und eine deutsche Dichtung im Baumarkt kaufen. Ein ganz normaler Vorgang, bis sie eine merkwürdige, zebragestreifte Schwingtür entdecken. Was sich dahinter wohl verbirgt? Zum Glück ist die Bröselböcksche Neugier zu groß, um einfach daran vorbeizugehen. Sonst hätten wir womöglich nie die Bekanntschaft mit einer Ansammlung schräger Vögel und kauziger Individuen gemacht. In 18 Liedern und kurzen Erzählungen begegnen wir z.B der Eule Eulalia, einer KATERstrophe, dem Ingo Knito, der Vogelscheuche Peng und vielen sonderlichen Bewohnern in diesem Zoo, der alles andere als ein logischer Garten ist. Wo sonst würde man Dada-Songs wie „Schmaiserkarrn und Weberlurst" hören können?

Wortakrobat und Komponist Willy Astor teilte sich den Spaß an der Produktion im Studio u.a. mit Olaf Schubert, Bülent Ceylan, Gerhard Polt, Piet Klocke, dem Astrophysiker Harald Lesch und dem famosen Rapper Roger Rekless, mit dem Astor den Mutmach-Song „Gib niemals auf!“ eingesungen hat. Herausgekommen sind 74 (!) Minuten Spielzeit mit höchster Lachqualität.

Das tolle Artwork und das liebevoll gestaltete Booklet mit allen Gesangstexten auf 28 Seiten sind fast allein schon ein Kinderbuch für sich. Schrägster Nonsens paart sich mit tollen Liedern, die von Astors Band mit lässigem Groove und tollem Sound daherkommen - das ist handgemachte Musik und Dada auf einem Album. „Dem Wahnsinn dieser Welt diesen intelligenten Unsinn entgegensetzen“, das will der Autor und verweist nicht ohne Ironie auf den deutschen „Lachkräftemangel“.

„Der Zoo ist kein logischer Garten“ hat das Zeug zum weiteren Klassiker von Willy Astor. Das Album gehört nicht nur in jedes Kinderzimmer, es ist auch ein Spaß für jung gebliebene Erwachsene, die noch nicht verlernt haben, mal wieder richtig albern zu sein. Und ein paar der Zoobewohner wird jeder Hörer gleich mit in seinen Alltag nehmen können: Ohrwürmer gibt es zuhauf!